Werkzeugkabel richtig ersetzen
Ein defektes Kabel gehört zu den häufigsten Ursachen, warum elektrische Werkzeuge plötzlich den Dienst verweigern. Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist das Werkzeugkabel ersetzen eine Reparatur, die Heimwerker mit dem richtigen Know-how und etwas Geschick selbst durchführen können. Dieser Artikel führt Sie durch den gesamten Prozess – von der Diagnose des Kabelschadens bis zum fachgerechten Einbau eines neuen Kabels.
Warum Werkzeugkabel beschädigt werden und wann ein Austausch sinnvoll ist
Elektrowerkzeuge werden im Alltag stark beansprucht. Besonders die Kabel sind dabei permanenten Belastungen ausgesetzt. Die häufigsten Ursachen für Kabeldefekte sind:
Kabelbruch durch Knicken und Verdrehen ist besonders an den Übergangsstellen zum Werkzeug oder Stecker ein klassisches Problem. Abschürfungen der Kabelisolierung entstehen oft durch raue Oberflächen oder scharfe Kanten am Arbeitsplatz. Überhitzung kann die Isolierung beschädigen, während Feuchtigkeit zu Korrosion der inneren Leiterbahnen führt.
Bevor Sie sich ans Werkzeugkabel ersetzen machen, sollten Sie sicherstellen, dass tatsächlich das Kabel die Fehlerquelle ist. Typische Anzeichen für ein defektes Kabel sind:
Bei Bewegung des Kabels schaltet sich das Werkzeug ein und aus? Das deutet auf einen Kabelbruch hin. Sichtbare Beschädigungen der äußeren Isolierung können zu gefährlichen Stromschlägen führen. Verfärbungen oder Schmelzspuren weisen auf Überhitzung durch Kurzschlüsse hin. Ein Werkzeug, das nur in bestimmten Positionen funktioniert, hat meist einen Wackelkontakt im Kabel.
Bei solchen Symptomen ist ein Kabelaustausch nicht nur empfehlenswert, sondern aus Sicherheitsgründen dringend notwendig. Ein beschädigtes Kabel stellt ein ernstes Sicherheitsrisiko dar – von Stromschlägen bis hin zu Bränden.
Das benötigen Sie für den Austausch eines Werkzeugkabels
Für eine erfolgreiche Reparatur brauchen Sie das richtige Equipment. Hier eine Übersicht der wichtigsten Werkzeuge und Materialien:
Werkzeuge:
Kreuzschlitz-Schraubendreher in verschiedenen Größen zum Öffnen des Werkzeuggehäuses
Seitenschneider zum präzisen Abtrennen von Kabeln
Abisolierzange zum Entfernen der Kabelisolierung
Lötstation für zuverlässige Kabelverbindungen
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Multimeter zur Überprüfung der elektrischen Verbindungen
Materialien:
Ersatzkabel mit passender Spezifikation (Querschnitt, Leiterzahl, Belastbarkeit)
Schrumpfschlauch zur Isolierung von Verbindungen
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Lötzinn und Flussmittel für haltbare Lötverbindungen
Zugentlastung, falls die originale nicht wiederverwendbar ist
Eventuell Kabelschuhe oder Verbinder je nach Anschlussart im Werkzeug
Beim Ersatzkabel ist es entscheidend, dass es die gleichen technischen Spezifikationen wie das Originalkabel aufweist. Achten Sie besonders auf den richtigen Querschnitt (meist in mm² angegeben) und die Belastbarkeit (Ampere). Für schwere Werkzeuge wie Bohrmaschinen oder Sägen sind dickere Kabel notwendig als für leichtere Geräte wie Schleifer.
Qualitativ hochwertige Ersatzkabel haben in der Regel eine besonders abriebfeste Gummiummantelung und flexible Kupferleiter mit vielen dünnen Einzeldrähten, was die Bruchgefahr minimiert. Bei intensiver Nutzung oder in rauen Umgebungen lohnt es sich, in Profi-Qualität zu investieren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Werkzeugkabel ersetzen
Mit der richtigen Vorbereitung wird das Werkzeugkabel ersetzen zum Erfolg. Befolgen Sie diese Schritte:
1. Sicherheitsvorkehrungen treffen
Absolute Priorität: Stecker ziehen! Stellen Sie sicher, dass das Werkzeug vollständig von der Stromversorgung getrennt ist, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Bei akkubetriebenen Geräten mit Netzteil entfernen Sie zusätzlich den Akku. Tragen Sie gegebenenfalls Schutzhandschuhe und arbeiten Sie auf einer isolierten Unterlage.
2. Werkzeug öffnen und altes Kabel identifizieren
Lösen Sie vorsichtig alle Schrauben des Gehäuses. Notieren oder fotografieren Sie die Positionen der verschiedenen Schrauben, falls diese unterschiedliche Längen haben. Beim Öffnen achten Sie auf eventuell vorhandene Federn oder kleine Teile, die herausfallen könnten.
Identifizieren Sie nun, wie das Kabel im Inneren angeschlossen ist. Bei manchen Werkzeugen führt das Kabel direkt zu einem Anschlussblock, bei anderen sind die Kabeladern direkt mit Komponenten wie dem Schalter oder dem Motor verbunden. Dokumentieren Sie unbedingt die Farben und Positionen der Kabelanschlüsse, bevor Sie etwas abmontieren.
3. Altes Kabel ausbauen
Beginnen Sie mit dem Lösen der Zugentlastung, die das Kabel im Gehäuse fixiert. Diese kann als Klemme, Klammer oder Knickschutz ausgeführt sein. Trennen Sie dann die elektrischen Verbindungen. Bei Lötverbindungen nutzen Sie den Lötkolben, um das Lot zu erwärmen und die Kabel vorsichtig zu lösen. Bei Steckverbindungen oder Schraubklemmen lösen Sie diese entsprechend.
Wie bei vielen Heimwerkerarbeiten kann man beim Reparieren von Werkzeuggehäusen auf ähnliche Techniken zurückgreifen – präzises Arbeiten und das richtige Equipment sind entscheidend.
4. Neues Kabel vorbereiten und einbauen
Schneiden Sie das neue Kabel auf die passende Länge zu und führen Sie es durch die Kabelöffnung des Gehäuses. Bereiten Sie die Kabelenden vor, indem Sie die äußere Isolierung entfernen (typischerweise 5-8 cm) und dann die einzelnen Adern auf die benötigte Länge abisolieren (ca. 5-7 mm).
Falls Ihr Werkzeug eine spezielle Kabelführung oder Zugentlastung hat, bringen Sie diese am neuen Kabel an, bevor Sie die elektrischen Verbindungen herstellen. So vermeiden Sie Stress auf die empfindlichen Lötverbindungen.
5. Elektrische Verbindungen herstellen
Verbinden Sie nun die Adern des neuen Kabels entsprechend der notierten Farbcodierung mit den entsprechenden Anschlüssen im Werkzeug. Bei Lötverbindungen sorgen Sie für eine saubere, glänzende Lötstelle ohne Kaltlötstellen. Nach dem Löten schützen Sie jede Verbindung mit einem Schrumpfschlauch, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
Tipp für eine professionelle Löttechnik: Erhitzen Sie zuerst die zu verbindenden Teile und führen Sie dann das Lötzinn zu. Das Lot sollte durch die Hitze der Teile schmelzen, nicht durch direkten Kontakt mit dem Lötkolben.
6. Zugentlastung anbringen und testen
Sichern Sie das neue Kabel mit der Zugentlastung. Diese verhindert, dass Zug auf die elektrischen Verbindungen übertragen wird. Bevor Sie das Gehäuse schließen, führen Sie einen vorläufigen Test durch – ohne direkten Kontakt mit den stromführenden Teilen. Schließen Sie das Werkzeug an und prüfen Sie die Funktionalität.
7. Gehäuse schließen und Endkontrolle
Wenn alles funktioniert, schließen Sie das Gehäuse wieder. Achten Sie darauf, dass keine Kabel eingeklemmt werden und alle Teile wieder an ihrem richtigen Platz sitzen. Führen Sie nach dem Zusammenbau einen abschließenden Funktionstest durch.
Häufige Herausforderungen beim Kabelaustausch und ihre Lösungen
Beim Werkzeugkabel ersetzen können verschiedene Probleme auftreten. Hier die häufigsten und wie Sie damit umgehen:
Problem: Farbcodierung der Kabel stimmt nicht überein
Bei älteren Werkzeugen oder Ersatzkabeln aus anderen Regionen kann die Farbcodierung abweichen. Lösung: Notieren Sie sich genau, welcher Leiter wohin führt, unabhängig von der Farbe. Im Zweifel können Sie mit einem Multimeter die Funktion der einzelnen Adern im Originalkabel bestimmen.
Problem: Spezielle Anschlüsse oder ungewöhnliche Verkabelung
Lösung: Manche Werkzeuge haben Entstörfilter, Temperatursicherungen oder spezielle Elektronik im Kabelweg. Hier hilft oft ein Blick in die Herstellerdokumentation oder das Ersatzteildiagramm. Bei komplexeren Systemen kann die Verwendung eines Original-Ersatzteils vom Hersteller die sicherste Lösung sein.
Problem: Kabelbruch nahe am Gerät
Wenn der Kabeldefekt nahe am Gerät liegt, besteht oft die Möglichkeit, nur diesen Abschnitt zu reparieren, statt das gesamte Kabel zu ersetzen. Lösung: Schneiden Sie den defekten Bereich heraus und verbinden Sie das verbleibende Kabel mit einem kurzen Stück Ersatzkabel. Diese Reparaturmethode spart Zeit und Material, erfordert aber präzises Arbeiten bei der Verbindung der einzelnen Adern.
Prävention: So verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Werkzeugkabel
Nach erfolgreichem Werkzeugkabel ersetzen möchten Sie natürlich, dass das neue Kabel möglichst lange hält. Diese Vorsorgemaßnahmen helfen dabei:
Richtige Aufbewahrung: Wickeln Sie Kabel locker auf, ohne scharfe Knicke. Verwenden Sie idealerweise spezielle Kabelhalter oder -haken.
Schonender Transport: Ziehen Sie niemals am Kabel, um das Werkzeug zu bewegen oder den Stecker zu ziehen. Nutzen Sie stattdessen Werkzeugtaschen mit separaten Kabelfächern.
Regelmäßige Inspektion: Überprüfen Sie Ihre Werkzeugkabel regelmäßig auf Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen. Je früher Sie Probleme erkennen, desto einfacher ist die Reparatur.
Kabelschutz: In rauen Arbeitsumgebungen können zusätzliche Kabelschutzspirale oder -schläuche die Lebensdauer erheblich verlängern.
Fazit: Mit dem richtigen Know-how wird jeder zum Kabelreparatur-Profi
Das Werkzeugkabel ersetzen ist eine praktische Fähigkeit, die Ihnen nicht nur Geld spart, sondern auch die Lebensdauer Ihrer wertvollen Elektrowerkzeuge verlängert. Mit der richtigen Vorbereitung, den passenden Werkzeugen und etwas Geduld können Sie diese Reparatur sicher selbst durchführen.
Beachten Sie jedoch: Bei hochwertigen, sicherheitsrelevanten oder besonders komplexen Geräten kann es sinnvoll sein, die Reparatur einem Fachmann zu überlassen. Ihre Sicherheit geht immer vor!
Mit den in diesem Artikel beschriebenen Techniken und Tipps sind Sie nun bestens gerüstet, um Ihre Werkzeuge wieder einsatzbereit zu machen und gleichzeitig Elektroschrott zu vermeiden – ein Gewinn für Ihren Geldbeutel und die Umwelt.
+ Welche Werkzeuge brauche ich, um ein Werkzeugkabel selbst zu ersetzen?
Für einen erfolgreichen Kabelaustausch benötigen Sie ein überschaubares Set an Werkzeugen und Materialien. Am wichtigsten sind ein Schraubendreher-Set zum Öffnen des Gehäuses, eine Abisolierzange zum Entfernen der Isolierung und ein Seitenschneider zum Ablängen der Kabel.
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Für professionelle Lötverbindungen empfehle ich eine Lötstation mit Lötzinn. Ein Multimeter hilft beim Prüfen der Verbindungen.
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An Materialien benötigen Sie das passende Ersatzkabel mit korrektem Querschnitt, Schrumpfschlauch zur Isolierung und eventuell eine neue Zugentlastung. Achten Sie darauf, dass das Ersatzkabel die gleichen technischen Spezifikationen wie das Original aufweist – das ist entscheidend für die Sicherheit!
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+ Woran erkenne ich, dass mein Werkzeugkabel defekt ist und ausgetauscht werden muss?
Es gibt mehrere eindeutige Anzeichen für ein defektes Werkzeugkabel, die Sie nicht ignorieren sollten. Das klassischste Symptom: Ihr Werkzeug schaltet sich ein und aus, wenn Sie das Kabel bewegen – ein klarer Hinweis auf einen Kabelbruch im Inneren.
Weitere Warnzeichen sind:
- Sichtbare Beschädigungen oder Risse in der äußeren Isolierung
- Verfärbungen oder Schmelzspuren am Kabel
- Das Gerät funktioniert nur in bestimmten Positionen (Wackelkontakt)
- Ungewöhnliche Erwärmung des Kabels im Betrieb
Bei solchen Symptomen ist ein sofortiger Austausch aus Sicherheitsgründen dringend notwendig! Ein beschädigtes Kabel kann zu gefährlichen Stromschlägen oder sogar Bränden führen.
Mit einem Multimeter können Sie die Durchgängigkeit der Leiter prüfen. Für die Reparatur benötigen Sie dann ein passendes Ersatzkabel und Werkzeug zum Reparieren.
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+ Wie finde ich das richtige Ersatzkabel für mein Elektrowerkzeug?
Die Auswahl des richtigen Ersatzkabels ist entscheidend für Sicherheit und Funktionalität. Achten Sie dabei auf drei zentrale Kriterien: den Kabelquerschnitt (in mm²), die Belastbarkeit (in Ampere) und die Anzahl der Adern.
Praktische Tipps zur Auswahl:
Hochwertige Ersatzkabel haben flexible Kupferleiter mit vielen dünnen Einzeldrähten, was die Bruchgefahr minimiert. Schauen Sie sich das Originalkabel genau an oder notieren Sie die Typenbezeichnung, die meist aufgedruckt ist. Bei intensiver Nutzung lohnt sich die Investition in Profi-Qualität mit verstärkter Ummantelung.
+ Kann ich ein Werkzeugkabel auch ohne Löten reparieren?
Ja, eine Kabelreparatur ist auch ohne Lötstation möglich, allerdings mit Einschränkungen bei der Haltbarkeit. Für temporäre oder einfache Reparaturen können Sie auf Alternativen zurückgreifen.
Mögliche Verbindungsmethoden ohne Löten:
Allerdings: Für professionelle und dauerhafte Reparaturen ist Löten die beste Methode. Eine einfache Lötkolben-Set gibt es bereits ab 20 Euro und lohnt sich für Heimwerker definitiv.
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Wichtig bei allen Verbindungen: Verwenden Sie immer Schrumpfschlauch oder hochwertiges Isolierband, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Die Verbindungen sollten zudem mechanisch entlastet sein.
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+ Wie öffne ich mein Elektrowerkzeug sicher, um an das Kabel zu gelangen?
Das sichere Öffnen Ihres Elektrowerkzeugs ist der erste kritische Schritt beim Kabelaustausch. Absolute Regel Nummer eins: Ziehen Sie immer zuerst den Stecker! Bei Akkugeräten entfernen Sie zusätzlich den Akku.
Schritt-für-Schritt zum sicheren Öffnen:
Beim Öffnen achten Sie auf versteckte Schrauben unter Aufklebern oder Gummikappen. Manche Gehäuse haben zusätzlich Rastnasen – hier hilft ein Spudger-Set zum vorsichtigen Hebeln.
Dokumentieren Sie mit dem Smartphone die Kabelverbindungen und Farbcodierung, bevor Sie etwas trennen – das erspart später viel Kopfzerbrechen beim Zusammenbau!
+ Was muss ich bei der Farbcodierung der Kabeladern beachten?
Die korrekte Zuordnung der Kabeladern ist entscheidend für Sicherheit und Funktion. In Deutschland gilt die Standard-Farbcodierung, aber Vorsicht: Bei älteren Werkzeugen oder importierten Geräten kann diese abweichen!
Standard-Farbcodierung bei dreiadrigen Kabeln:
- Braun: Außenleiter (Phase/L)
- Blau: Neutralleiter (N)
- Grün-Gelb: Schutzleiter (Erde/PE)
Bei älteren Geräten finden Sie manchmal noch: Schwarz (Phase), Grau (Neutral), Rot oder Grün (Erde). Verlassen Sie sich daher nie blind auf Farben! Nutzen Sie ein Digitalmultimeter zur Identifikation oder fotografieren Sie die Originalverkabelung ausführlich.
Beim Anschluss des neuen Ersatzkabels markieren Sie die Adern am besten mit Kabelmarkierern oder farbigem Schrumpfschlauch, falls die Farben vom Original abweichen.
+ Wie erstelle ich professionelle Lötverbindungen beim Kabelaustausch?
Eine saubere Lötverbindung ist der Schlüssel zu einer dauerhaften und sicheren Reparatur. Mit der richtigen Technik ist Löten einfacher als gedacht!
Die richtige Löttechnik in 5 Schritten:
- Reinigen Sie die blanken Leitungen von Oxidation
- „Verzinnen“ Sie beide zu verbindenden Teile einzeln mit bleifreiem Lötzinn
- Verdrillen Sie die Leitungen mechanisch fest miteinander
- Erhitzen Sie die Verbindung mit der Lötstation (ca. 350°C)
- Führen Sie das Lot zu – es sollte durch die Hitze der Teile schmelzen, nicht durch den Kolben!
Eine gute Lötstelle ist glänzend und glatt. Matte, körnige Stellen deuten auf eine „kalte Lötstelle“ hin, die erneuert werden muss. Verwenden Sie Flussmittel für bessere Benetzung.
Nach dem Abkühlen isolieren Sie jede Verbindung mit Schrumpfschlauch, den Sie mit einem Heißluftfön schrumpfen.
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+ Wie verlängere ich die Lebensdauer meiner Werkzeugkabel?
Nach einem aufwendigen Kabelaustausch möchten Sie natürlich, dass das neue Kabel möglichst lange hält. Mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen können Sie die Lebensdauer deutlich verlängern!
Praktische Tipps zur Kabelpflege:
Ziehen Sie niemals am Kabel, um den Stecker zu lösen oder das Werkzeug zu bewegen! Führen Sie regelmäßige Sichtkontrollen durch – ein kleiner Schaden rechtzeitig erkannt lässt sich oft mit selbstverschweißendem Band provisorisch absichern, bis eine ordentliche Reparatur möglich ist.
+ Wann sollte ich die Kabelreparatur besser einem Fachmann überlassen?
Obwohl viele Kabelreparaturen selbst durchführbar sind, gibt es Situationen, in denen professionelle Hilfe die bessere Wahl ist – Ihre Sicherheit geht immer vor!
In diesen Fällen zum Fachmann:
- Bei hochwertigen Profi-Geräten mit komplexer Elektronik
- Wenn das Gerät noch Garantie oder Gewährleistung hat
- Bei integrierten Sicherheitssystemen wie FI-Schutzschaltern
- Wenn Sie unsicher bei der Identifikation der Kabeladern sind
- Bei sichtbaren Schäden am Motor oder anderen Komponenten
Für den Einstieg in Eigenreparaturen eignen sich einfache, ältere Werkzeuge ideal zum Üben. Dokumentieren Sie Ihre Arbeit mit USB-Endoskop-Kameras für schwer einsehbare Bereiche.
Wenn Sie häufiger Reparaturen durchführen möchten, lohnt sich die Investition in ein komplettes Elektronik-Reparatur-Set und eventuell ein Grundlagenbuch zur Elektrotechnik, um Ihr Wissen zu vertiefen.
+ Was bedeutet die Zugentlastung und warum ist sie so wichtig?
Die Zugentlastung ist ein oft unterschätztes, aber kritisches Bauteil bei jeder Kabelreparatur. Sie verhindert, dass mechanische Belastungen des Kabels auf die empfindlichen elektrischen Verbindungen übertragen werden.
Funktionen der Zugentlastung:
- Schützt Lötverbindungen vor Belastung und Bruch
- Verhindert das Herausrutschen des Kabels aus dem Gehäuse
- Dient als zusätzlicher Knickschutz an der Kabeleinführung
- Erfüllt wichtige Sicherheitsnormen (VDE-Vorschriften)
Bei der Reparatur müssen Sie die originale Zugentlastung oft wiederverwenden oder durch eine neue ersetzen. Universelle Kabelverschraubungen oder Kabelklemmen sind in verschiedenen Größen erhältlich.
Achten Sie darauf, dass die Zugentlastung fest sitzt, aber das Kabel nicht quetscht. Zusätzlich können Sie mit einem Gummi-Kabeldurchführungstülle für extra Schutz gegen Scheuern sorgen. Eine korrekt montierte Zugentlastung kann die Lebensdauer des neuen Kabels erheblich verlängern!