Defekte Schalter selbst reparieren
Ein defekter Schalter kann selbst das hochwertigste Elektrogerät nutzlos machen. Ob bei der Akkubohrmaschine, dem Toaster oder der Stehlampe – oft ist nur dieses kleine Bauteil schuld daran, dass ein ansonsten funktionierendes Gerät den Dienst verweigert. Die gute Nachricht: Mit etwas Grundwissen und dem richtigen Werkzeug können Sie defekte Schalter selbst reparieren und müssen das Gerät nicht gleich entsorgen.
In diesem ausführlichen Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie gängige Schalterprobleme diagnostizieren und beheben können. Sie werden überrascht sein, wie oft eine simple Reparatur ausreicht, um teure Neuanschaffungen zu vermeiden. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt der Schalterreparatur eintauchen.
Warum Schalter reparieren statt wegwerfen?
Bevor wir mit der eigentlichen Anleitung beginnen, ist es wichtig zu verstehen, warum die Schalterreparatur sinnvoll ist:
Kosteneinsparung: Eine Schalterreparatur kostet oft nur einen Bruchteil des Preises für ein neues Gerät. Besonders bei hochwertigen Werkzeugen oder Haushaltsgeräten kann sich die Reparatur finanziell lohnen.
Umweltschutz: Durch Reparaturen verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Geräte und reduzieren Elektroschrott – ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.
Lerneffekt: Mit jeder Reparatur erweitern Sie Ihre handwerklichen Fähigkeiten und gewinnen mehr Verständnis für die Funktionsweise Ihrer Geräte.
Verfügbarkeit: Ersatzschalter sind für fast alle Gerätetypen erhältlich und meist schnell zu beschaffen. Selbst für ältere Modelle finden sich oft passende Ersatzteile.
Wie in unserem Artikel „Elektrogeräte wieder zum Leben erwecken“ bereits erläutert, kann das Reparieren defekter Elektrogeräte nicht nur befriedigend sein, sondern auch erhebliche Ressourcen schonen.
Häufige Ursachen für defekte Schalter
Bevor Sie einen Schalter reparieren, sollten Sie verstehen, was überhaupt zum Defekt geführt hat. Die häufigsten Probleme bei Schaltern sind:
Verschmutzung: Staub, Schmutz oder Feuchtigkeit können die Kontaktflächen beeinträchtigen. In etwa 40% aller Fälle ist eine gründliche Reinigung bereits ausreichend, um den Schalter wieder funktionsfähig zu machen.
Verschleiß: Durch regelmäßige Nutzung nutzen sich die Kontaktflächen ab, wodurch die Verbindung unterbrochen werden kann.
Mechanischer Defekt: Die Feder oder andere bewegliche Teile im Schalter können brechen oder klemmen.
Überhitzung: Bei zu hoher Strombelastung können Schalter schmelzen oder verbrennen, insbesondere wenn sie für die Leistung des Geräts unterdimensioniert sind.
Kurzschluss: Ein Kurzschluss kann den Schalter dauerhaft beschädigen und funktionsunfähig machen.
Schaltertypen und ihre spezifischen Reparaturanforderungen
Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Schaltertypen zum Einsatz. Diese haben jeweils eigene Charakteristiken und Reparaturanforderungen:
Kippschalter: Diese oft in Haushaltsgeräten und Lampen eingesetzten Schalter sind relativ einfach zu reparieren oder auszutauschen. Die häufigsten Probleme liegen in den Kontakten oder im Kippmechanismus.
Druckschalter: In vielen Elektrowerkzeugen wie Akkuschraubern verbaut, sind diese Schalter oft für Geschwindigkeitsregelung ausgelegt. Hier können Schmutz oder abgenutzte Kontaktflächen zu Funktionsproblemen führen.
Schiebeschalter: Besonders anfällig für Verschmutzung und mechanischen Verschleiß. Die gute Nachricht: Sie sind meist einfach zu reinigen und zu reparieren.
Tastschalter: In modernen Geräten weit verbreitet, können diese Schalter durch Feuchtigkeit oder Überlastung versagen. Bei elektronischen Tastschaltern ist die Reparatur komplex und erfordert oft Lötkenntnisse.
Die richtige Vorbereitung zur Schalterreparatur
Eine erfolgreiche Reparatur beginnt mit gründlicher Vorbereitung. Folgende Schritte sollten Sie vor der eigentlichen Reparatur durchführen:
Sicherheitscheck: Trennen Sie das Gerät unbedingt vom Stromnetz! Bei batteriebetriebenen Geräten entfernen Sie die Batterien oder Akkus. Die Sicherheit hat immer oberste Priorität bei Elektroreparaturen.
Dokumentation: Fotografieren Sie den ursprünglichen Zustand und die Verkabelung des Schalters. Dies hilft später beim Wiederzusammenbau.
Werkzeugvorbereitung: Legen Sie alle benötigten Werkzeuge bereit. Dazu gehören in der Regel ein Schraubendreher Set, ein Multimeter zum Prüfen der elektrischen Verbindungen, ein Lötkolben Set für eventuelle Lötarbeiten, sowie Kontaktspray für die Reinigung.
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Ersatzteilbeschaffung: Falls ein kompletter Austausch nötig ist, besorgen Sie vorab den passenden Ersatzschalter. Notieren Sie dazu Modell- oder Typbezeichnung des Originalschalters oder nehmen Sie ihn zum Vergleich mit.
Schritt-für-Schritt Anleitung zur Schalterreparatur
Nun gehen wir den eigentlichen Reparaturprozess durch:
1. Gerät öffnen und Schalter freilegen
Entfernen Sie alle Schrauben, die das Gehäuse zusammenhalten. Achten Sie auf versteckte Schrauben unter Typenschildern oder Gummifüßen. Öffnen Sie das Gehäuse vorsichtig, um keine Kabel abzureißen oder interne Komponenten zu beschädigen. Bei modernen Geräten sind oft Schnappverbindungen verbaut, die behutsam gelöst werden müssen.
2. Problemdiagnose durchführen
Untersuchen Sie den Schalter auf sichtbare Schäden wie Brandspuren, geschmolzene Teile oder mechanische Defekte. Mit dem Multimeter können Sie prüfen, ob der Schalter in der „Ein“-Position Strom durchlässt. Schalten Sie das Multimeter dafür auf den Durchgangsprüfer und setzen Sie die Messspitzen an die Anschlusskontakte des Schalters.
3. Reinigung des Schalters
Viele Schalterprobleme lassen sich durch gründliche Reinigung lösen:
– Sprühen Sie Kontaktspray gezielt auf die Kontaktflächen und beweglichen Teile des Schalters.
– Betätigen Sie den Schalter mehrmals, um das Spray zu verteilen und Verschmutzungen zu lösen.
– Entfernen Sie hartnäckigen Schmutz vorsichtig mit einer weichen Bürste oder einem Wattestäbchen.
– Lassen Sie den Schalter vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder in Betrieb nehmen.
4. Reparatur mechanischer Defekte
Bei verklemmten oder gebrochenen Teilen können Sie versuchen, diese zu richten oder mit etwas Kunstharz zu fixieren. Bei Druckschaltern lohnt es sich oft, die Feder zu überprüfen und gegebenenfalls zu ersetzen oder zu justieren.
5. Austausch des Schalters
Ist der Schalter irreparabel beschädigt, bleibt nur der Austausch:
– Notieren oder fotografieren Sie die genaue Verkabelung des alten Schalters.
– Lösen Sie die Verbindungen vorsichtig. Je nach Anschlussart müssen Sie Schrauben lösen oder Lötstellen erwärmen.
– Setzen Sie den neuen Schalter ein und stellen Sie die Verbindungen in der richtigen Reihenfolge wieder her.
– Achten Sie beim Verlöten auf saubere, feste Verbindungen ohne Kurzschlussgefahr.
Bei vielen Heimwerkergeräten, wie auch in unserem Artikel „Neues Leben für alte Elektrowerkzeuge“ beschrieben, kann der Austausch des Schalters ein Gerät komplett revitalisieren.
Spezielle Tipps für verschiedene Gerätetypen
Je nach Gerät gibt es spezifische Besonderheiten bei der Schalterreparatur:
Akkubohrmaschinen und Elektrowerkzeuge: Diese Geräte haben oft Druckschalter mit integrierter Geschwindigkeitsregelung. Die Reparatur ist anspruchsvoller, aber mit etwas Geschick machbar. Achten Sie besonders auf die korrekte Polung und die richtige Verkabelung der Geschwindigkeitssteuerung.
Haushaltskleingeräte: Bei Toastern, Wasserkochern und ähnlichen Geräten kommen häufig Thermoschalter zum Einsatz, die bei Überhitzung auslösen. Prüfen Sie, ob der Schalter tatsächlich defekt ist oder nur die Sicherheitsfunktion aktiviert wurde.
Lampen und Leuchten: Hier finden sich oft simple Kippschalter, die leicht zu ersetzen sind. Bei dimmbaren Leuchten ist der Mechanismus komplexer und erfordert mehr Fachkenntnis.
Computerperipherie und Elektronik: Moderne Geräte haben oft Mikroschalter oder Taster, die präzises Arbeiten erfordern. Verwenden Sie hier unbedingt die richtigen Werkzeuge und vermeiden Sie zu viel Druck.
Prävention: So halten Schalter länger
Nach erfolgreicher Reparatur möchten Sie natürlich, dass der Schalter lange hält. Diese Tipps helfen dabei:
Regelmäßige Reinigung: Entfernen Sie Staub und Schmutz von Bedienoberflächen, bevor sie ins Innere eindringen können.
Sanfte Bedienung: Vermeiden Sie übermäßigen Kraftaufwand beim Betätigen von Schaltern.
Überlastung vermeiden: Verwenden Sie Geräte nur im Rahmen ihrer spezifizierten Leistung, um Überhitzung zu vermeiden.
Feuchtigkeitsschutz: Halten Sie Elektrogeräte trocken und verwenden Sie sie nicht in feuchter Umgebung, sofern sie nicht explizit dafür ausgelegt sind.
Schalter Reparatursets können eine lohnende Investition sein, besonders wenn Sie mehrere ähnliche Geräte besitzen.
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Fazit: Schalter reparieren lohnt sich
Die Reparatur defekter Schalter ist in vielen Fällen einfacher als gedacht und kann die Lebensdauer Ihrer Elektrogeräte erheblich verlängern. Mit den richtigen Werkzeugen, etwas Geduld und dieser Anleitung können Sie viele Schalterprobleme selbst beheben.
Denken Sie daran: Jedes reparierte Gerät ist ein Beitrag zur Ressourcenschonung und ein kleiner Sieg gegen die Wegwerfgesellschaft. Gleichzeitig sparen Sie Geld und erweitern Ihre Fähigkeiten als Heimwerker.
Trauen Sie sich an die Reparatur heran, aber bleiben Sie immer auf der sicheren Seite. Bei Unsicherheiten oder komplexen Elektroinstallationen sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen. Der Stolz über ein selbst repariertes Gerät und das Wissen, etwas Gutes für die Umwelt getan zu haben, sind die Mühe allemal wert.
+ Welches Werkzeug brauche ich wirklich, um einen defekten Schalter selbst zu reparieren?
Für die meisten Schalterreparaturen benötigen Sie eine überschaubare Grundausstattung. Das wichtigste ist ein Schraubendreher Set mit verschiedenen Größen, um das Gehäuse zu öffnen.
Unbedingt erforderlich ist auch ein Multimeter, mit dem Sie prüfen können, ob der Schalter überhaupt noch Strom durchlässt. Für die Reinigung der Kontakte sollten Sie Kontaktspray und Wattestäbchen bereitlegen.
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Falls der Schalter gelötet ist, brauchen Sie zusätzlich ein Lötkolben Set. Für Fotos zur Dokumentation reicht Ihr Smartphone völlig aus. Diese Werkzeuge reichen für etwa 80% aller Schalterreparaturen im Haushalt aus und sind eine lohnende Investition, die Sie immer wieder nutzen können.
+ Wie erkenne ich, ob mein Schalter wirklich defekt ist oder nur verschmutzt?
Die gute Nachricht zuerst: In etwa 40% aller Fälle ist der Schalter nur verschmutzt und nicht wirklich kaputt! Die Diagnose ist relativ einfach.
Verwenden Sie ein Multimeter im Durchgangsprüfer-Modus: Trennen Sie das Gerät vom Strom, öffnen Sie es und setzen Sie die Messspitzen an die Kontakte des Schalters. Wenn in „Ein“-Position kein Durchgang messbar ist, liegt definitiv ein Problem vor.
Sichtbare Anzeichen für Verschmutzung:
- Der Schalter funktioniert manchmal, manchmal nicht
- Sie müssen mehrmals drücken oder wackeln
- Keine Brandspuren oder geschmolzene Teile sichtbar
Versuchen Sie zunächst eine Reinigung mit Kontaktspray. Wenn das nicht hilft und Sie Brandspuren, Risse oder geschmolzene Kunststoffteile sehen, benötigen Sie einen Ersatzschalter.
+ Was kostet die Reparatur eines defekten Schalters im Vergleich zu einem Neukauf des Geräts?
Die Kostenersparnis bei einer Schalterreparatur ist beeindruckend und oft der Hauptgrund, warum sich die Reparatur lohnt.
Typische Reparaturkosten:
Zum Vergleich: Eine neue Akkubohrmaschine kostet 50-300 Euro, eine hochwertige Stehlampe 40-150 Euro, ein Marken-Toaster 30-100 Euro. Selbst wenn Sie alle Werkzeuge neu kaufen müssen, sparen Sie bei hochwertigen Geräten oft 70-90% der Neuanschaffungskosten. Die Werkzeuge können Sie dann für alle zukünftigen Reparaturen wiederverwenden.
+ Kann ich jeden Schaltertyp selbst reparieren oder gibt es Unterschiede?
Die Reparierbarkeit hängt stark vom Schaltertyp ab. Manche sind anfängerfreundlich, andere erfordern mehr Erfahrung.
Einfach zu reparieren:
- Kippschalter in Lampen und Haushaltsgeräten – meist nur Schraubanschlüsse, einfach zu tauschen mit einem Schraubendreher Set
- Schiebeschalter – sehr zugänglich für Reinigung mit Kontaktspray
Mittlerer Schwierigkeitsgrad:
- Druckschalter in Elektrowerkzeugen – oft gelötet, benötigen ein Lötkolben Set
Anspruchsvoll:
- Elektronische Tastschalter – empfindliche Bauteile, präzises Arbeiten erforderlich
- Druckschalter mit Geschwindigkeitsregelung – komplexe Verkabelung, Dokumentation mit Fotos unbedingt nötig
Als Anfänger starten Sie am besten mit einfachen Kippschaltern. Mit einem Multimeter und etwas Geduld schaffen Sie aber auch komplexere Reparaturen.
+ Wie gefährlich ist es, einen Schalter selbst zu reparieren?
Die Schalterreparatur ist grundsätzlich sicher, wenn Sie eine eiserne Regel befolgen: Trennen Sie das Gerät IMMER vollständig vom Stromnetz und entfernen Sie bei batteriebetriebenen Geräten alle Batterien oder Akkus.
Sicherheitsmaßnahmen:
- Ziehen Sie den Netzstecker – nicht nur ausschalten!
- Warten Sie bei Geräten mit Kondensatoren (z.B. Mikrowellen) mindestens 10 Minuten
- Nutzen Sie ein Multimeter, um Spannungsfreiheit zu prüfen
- Arbeiten Sie auf einer isolierenden Unterlage
Was Sie vermeiden sollten: Reparaturen an fest installierten Lichtschaltern oder Steckdosen sollten nur Elektriker durchführen. Bei Geräten mit Hochspannung (Mikrowellen, alte Röhrenfernseher) ist Vorsicht geboten.
Für die meisten Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge gilt: Nach dem Trennen vom Strom ist die Arbeit völlig ungefährlich. Mit einem Schraubendreher Set und gesundem Menschenverstand können Sie bedenkenlos loslegen.
+ Wie lange hält ein reparierter oder ausgetauschter Schalter?
Ein professionell reparierter oder korrekt ausgetauschter Schalter hält oft genauso lange wie das Original – manchmal sogar länger, wenn Sie einen hochwertigeren Ersatzschalter verwenden.
Erwartete Lebensdauer nach Reparatur:
- Nur Reinigung mit Kontaktspray: 1-3 Jahre, abhängig von Nutzungshäufigkeit
- Kompletter Austausch: 5-10 Jahre bei normaler Nutzung
- Hochwertige Markenschalter: oft 10+ Jahre
Faktoren für längere Haltbarkeit:
- Verwenden Sie Schalter mit passender Strombelastbarkeit
- Reinigen Sie regelmäßig mit Kontaktspray
- Vermeiden Sie übermäßige Kraftaufwendung beim Schalten
- Dokumentieren Sie die Reparatur, um später schneller reagieren zu können
Prüfen Sie nach der Reparatur regelmäßig mit einem Multimeter den Zustand – so erkennen Sie Verschleiß frühzeitig.
+ Welche Schalterprobleme kann ich durch einfache Reinigung lösen?
Überraschenderweise lassen sich etwa 40% aller Schalterdefekte durch simple Reinigung beheben – das macht es zur ersten Maßnahme, die Sie immer versuchen sollten.
Typische Symptome, die auf Verschmutzung hindeuten:
- Gerät startet nur beim zweiten oder dritten Versuch
- Schalter muss mit Kraft betätigt oder gewackelt werden
- Unregelmäßige Funktion ohne erkennbares Muster
- Knackende oder kratzende Geräusche beim Schalten
So gehen Sie vor: Öffnen Sie das Gerät mit einem Schraubendreher Set und sprühen Sie Kontaktspray gezielt auf die Kontaktflächen. Betätigen Sie den Schalter 10-15 Mal, um das Spray zu verteilen. Bei hartnäckigem Schmutz nutzen Sie Wattestäbchen oder eine weiche Bürste.
Lassen Sie alles 30 Minuten trocknen und testen Sie dann mit einem Multimeter die Funktion. Diese Methode kostet unter 10 Euro und spart oft teure Neuanschaffungen!
+ Wo finde ich den passenden Ersatzschalter für mein spezielles Gerät?
Den richtigen Ersatzschalter zu finden ist einfacher als gedacht, wenn Sie systematisch vorgehen.
Schritt 1: Schalter identifizieren
- Fotografieren Sie den originalen Schalter aus mehreren Winkeln
- Notieren Sie alle aufgedruckten Bezeichnungen, Zahlen oder Symbole
- Messen Sie die Abmessungen mit einem Messschieber
- Prüfen Sie mit einem Multimeter die Anschlüsse
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- Online: Auf Amazon finden Sie eine große Auswahl an Ersatzschaltern für alle gängigen Gerätetypen
- Gerätehersteller: Für Markenwerkzeuge gibt es oft Originalersatzteile
- Elektronikfachhandel: Beraten bei ungewöhnlichen Schaltertypen
Tipp: Bei universellen Schaltern achten Sie auf die Strombelastbarkeit (in Ampere) und die richtige Anzahl der Schaltpositionen. Im Zweifel nehmen Sie den alten Schalter mit zum Vergleich oder investieren Sie in ein Schalter Reparaturset mit verschiedenen Typen.
+ Muss ich löten können, um Schalter zu reparieren?
Nicht unbedingt! Viele Schalter lassen sich auch ohne Lötkenntnisse reparieren oder austauschen, aber Löten erweitert Ihre Möglichkeiten deutlich.
Reparaturen ohne Löten:
- Kippschalter in Lampen – meist mit Schraubklemmen befestigt
- Viele Haushaltsgeräte – Steckverbindungen mit Schraubendreher lösbar
- Reinigung mit Kontaktspray – komplett lötfrei
Wo Löten nötig ist:
- Elektrowerkzeuge (Bohrmaschinen, Winkelschleifer)
- Ältere Haushaltsgeräte
- Hochwertige HiFi-Geräte
Löten lernen lohnt sich! Mit einem guten Lötkolben Set (ab 30 Euro) und etwas YouTube-Recherche beherrschen Sie die Grundlagen in 1-2 Stunden. Für den Anfang können Sie aber durchaus mit einfachen Schraubverbindungen starten und Ihre Fähigkeiten später erweitern.
Alternative: Verwenden Sie Lüsterklemmen für provisorische Verbindungen bei Niederspannungsgeräten.
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+ Woran erkenne ich, dass ein Schalter definitiv nicht mehr zu reparieren ist?
Es gibt klare Anzeichen, die signalisieren, dass nur noch ein kompletter Austausch mit einem Ersatzschalter hilft.
Eindeutige Zeichen für irreparable Schäden:
- Sichtbare Brandspuren oder geschmolzenes Plastik – deutet auf Überhitzung hin
- Gebrochene Gehäuseteile – der Mechanismus ist zerstört
- Verkohlte oder korrodierte Kontakte – auch nach Reinigung mit Kontaktspray keine Besserung
- Defekte Feder oder Mechanik, die nicht repariert werden kann
- Kein Durchgang mit Multimeter messbar, auch nach gründlicher Reinigung
Test-Reihenfolge:
Prüfen Sie zunächst mit einem Multimeter die elektrische Funktion. Versuchen Sie dann eine Reinigung. Wenn nach 24 Stunden Trocknungszeit immer noch kein Durchgang messbar ist, bestellen Sie einen Ersatzschalter.
Die gute Nachricht: Selbst dann kostet der Austausch mit einem Schraubendreher Set und neuem Schalter meist unter 20 Euro – deutlich günstiger als ein Neugerät!