Akkukapazität selbst testen
Jeder Heimwerker kennt das frustrierende Gefühl, wenn das Akkuwerkzeug mitten im Projekt den Geist aufgibt – obwohl der Akku vermeintlich voll geladen war. Die tatsächliche Akkukapazität kann mit der Zeit deutlich vom Herstellerwert abweichen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die Kapazität deiner Akkus selbst testen kannst, um Leistungseinbußen frühzeitig zu erkennen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.
Warum die Akkukapazität testen wichtig ist
Die Kapazität eines Akkus gibt an, wie viel Energie er speichern kann – und diese nimmt im Laufe der Zeit unweigerlich ab. Hersteller geben die maximale Kapazität in Milliamperestunden (mAh) oder Wattstunden (Wh) an, aber diese Werte gelten nur für fabrikneue Akkus unter idealen Bedingungen. Nach einigen Lade- und Entladezyklen sinkt die verfügbare Kapazität, was sich in kürzeren Laufzeiten deiner Akku-Werkzeuge bemerkbar macht.
Durch regelmäßiges Testen der Akkukapazität kannst du:
- Die tatsächliche Leistungsfähigkeit deiner Akkus kennen
- Defekte oder schwächelnde Akkus identifizieren
- Werkzeugausfälle während wichtiger Projekte vermeiden
- Den optimalen Zeitpunkt für einen Akkuwechsel bestimmen
Methoden zum Testen der Akkukapazität
Es gibt verschiedene Wege, die Kapazität deiner Akkus zu überprüfen – von einfachen Haushaltsmethoden bis hin zu professionellen Messgeräten. Hier stellen wir dir die effektivsten Ansätze vor.
Einfache Methode: Laufzeittest
Die grundlegendste Methode, um die Akkukapazität zu testen, ist ein simpler Laufzeittest. Lade deinen Akku vollständig auf und verwende ihn dann mit einem Gerät, das eine konstante Belastung bietet. Bei Akku-Bohrschraubern könnte das beispielsweise bedeuten, eine Reihe gleichartiger Schrauben in dasselbe Material zu drehen, bis der Akku erschöpft ist.
Diese Methode gibt dir zwar keinen exakten mAh-Wert, lässt aber einen praktischen Vergleich zu: Schafft dein Akku nur noch 60% der ursprünglichen Schrauben, hat er etwa 40% seiner Kapazität verloren. Die Akkukapazität sinkt bei den meisten Lithium-Ionen-Akkus nach etwa 500 Ladezyklen auf rund 80% des Ausgangswerts – ein normaler Alterungsprozess.
Mittlere Methode: Multimeter verwenden
Ein präziserer Ansatz ist die Nutzung eines digitalen Multimeters mit Kapazitätsmessfunktion. Diese relativ kostengünstigen Geräte erlauben es dir, die Akkuspannung und in manchen Fällen auch direkt die Kapazität zu messen.
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So gehst du vor:
- Lade den Akku vollständig auf
- Miss die Spannung im Leerlauf (sollte nahe der Nennspannung liegen)
- Entlade den Akku mit einer konstanten Last
- Miss die Spannung während der Belastung (sollte nicht zu stark einbrechen)
- Protokolliere, wie lange der Akku bis zur Entladeschlussspannung durchhält
Eine starke Abweichung der Spannung unter Last oder eine deutlich verkürzte Entladezeit sind klare Indikatoren für eine reduzierte Akkukapazität. Ein gesunder Akku sollte unter Last nicht mehr als 10-15% seiner Nennspannung verlieren.
Professionelle Methode: Akku-Analyzer verwenden
Für die genaueste Messung empfehlen wir einen speziellen Akku-Analyzer. Diese Geräte wurden speziell zum Testen der Akkukapazität entwickelt und bieten umfassende Diagnosemöglichkeiten. Ein guter Analyzer kann:
- Die exakte Kapazität in mAh messen
- Den Innenwiderstand bestimmen (ein wichtiger Gesundheitsindikator)
- Komplette Lade-/Entladezyklen automatisiert durchführen
- Detaillierte Entladekurven anzeigen
Besonders praktisch: Viele Analyzer können die gemessene Kapazität direkt mit dem Herstellerwert vergleichen und geben dir ein klares Bild vom Zustand deines Akkus. So lässt sich beispielsweise sofort erkennen, ob ein Akku mit angegebenen 4000 mAh tatsächlich nur noch 2800 mAh liefert.
In unserem Artikel Wahre Akkuleistung zuverlässig messen findest du weitere detaillierte Informationen zu professionellen Messmethoden und empfehlenswerten Geräten.
Schritt-für-Schritt Anleitung zum Testen der Akkukapazität
Hier erhältst du eine detaillierte Anleitung, wie du die Kapazität deiner Werkzeugakkus mit einem Akku-Analyzer testen kannst:
Vorbereitung zum Akkukapazität testen
Bevor du mit dem Test beginnst, solltest du folgende Vorbereitungen treffen:
Stelle sicher, dass der Akku eine Umgebungstemperatur von etwa 20-25°C hat – Kälte oder Hitze können die Messergebnisse verfälschen. Die optimale Akkukapazität wird bei Raumtemperatur erreicht. Nutze nur Messgeräte, die für deinen Akkutyp geeignet sind. Für Werkzeugakkus mit höherer Spannung (18V, 36V) benötigst du spezielle Adapter oder entsprechend ausgelegte Testgeräte.
Durchführung des Kapazitätstests
So führst du den Test mit einem Akku-Analyzer durch:
- Vollständiges Laden: Lade deinen Akku zunächst mit dem Originalladegerät vollständig auf.
- Anschluss vorbereiten: Verbinde den Akku mit dem Analyzer – je nach Akkutyp kann hierfür ein spezieller Adapter erforderlich sein.
- Testparameter einstellen: Stelle die korrekten Parameter ein: Akkutyp (meist Li-Ion), Nennspannung (z.B. 18V), Nennkapazität (z.B. 5,0 Ah) und einen angemessenen Entladestrom (typischerweise 0,2-0,5C).
- Test starten: Starte den Entladetest und warte, bis der Analyzer die vollständige Entladung durchgeführt hat.
- Ergebnisse analysieren: Nach Abschluss zeigt der Analyzer die gemessene Kapazität an – vergleiche diesen Wert mit der Herstellerangabe.
Ein Entladegerät für Akkus kann diesen Vorgang automatisieren und liefert dir präzise Daten zur tatsächlichen Kapazität. Moderne Geräte zeigen dir auch Spannungskurven und weitere diagnostische Informationen, die Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Akkus erlauben.
Interpretation der Ergebnisse
Nach dem Test der Akkukapazität kannst du die Ergebnisse folgendermaßen interpretieren:
- 90-100% der Nennkapazität: Der Akku ist in ausgezeichnetem Zustand.
- 80-90% der Nennkapazität: Normale Alterung, der Akku ist weiterhin gut einsetzbar.
- 60-80% der Nennkapazität: Deutliche Alterung, aber für viele Anwendungen noch ausreichend.
- Unter 60% der Nennkapazität: Stark gealtert, ein Austausch sollte in Betracht gezogen werden.
- Unter 40% der Nennkapazität: Akku sollte ersetzt werden, da die Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt ist.
Beachte, dass bei manchen hochwertigen Akku-Werkzeug Sets die tatsächliche Kapazität sogar über der Nennkapazität liegen kann – Hersteller geben manchmal konservative Werte an, um sicherzustellen, dass die Akkus die Spezifikationen erfüllen.
Tipps zur Verlängerung der Akkukapazität
Nachdem du nun weißt, wie du die Akkukapazität testen kannst, hier einige praktische Tipps, um die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit deiner Akkus zu maximieren:
- Temperaturen beachten: Vermeide extreme Hitze oder Kälte. Lithium-Ionen-Akkus bevorzugen Temperaturen zwischen 15-25°C.
- Lagerung bei 40-60% Ladung: Für längere Lagerungszeiten ist ein mittlerer Ladezustand optimal.
- Tiefentladungen vermeiden: Lade den Akku, bevor er vollständig entladen ist.
- Qualitätsladegeräte verwenden: Nutze möglichst das Originalladegerät oder hochwertige Alternativen mit Überhitzungsschutz.
- Regelmäßiger Gebrauch: Auch ungenutzte Akkus altern – verwende alle deine Akkus regelmäßig.
Diese Praktiken können den natürlichen Kapazitätsverlust verlangsamen und die Nutzungsdauer deiner Akkus deutlich verlängern. Weitere detaillierte Informationen zu Prüfmethoden findest du in unserem Artikel Lebensdauer von Akkus richtig prüfen.
Fazit: Akkukapazität regelmäßig testen lohnt sich
Das regelmäßige Testen der Akkukapazität ist eine wertvolle Praxis für jeden Heimwerker und Profi. Es hilft dir, den Zustand deiner Akkus objektiv zu bewerten, schwächelnde Exemplare frühzeitig zu identifizieren und so teure Ausfälle mitten im Projekt zu vermeiden.
Mit den vorgestellten Methoden – vom einfachen Laufzeittest bis hin zur präzisen Analyse mit einem Kapazitätstester für Akkus – hast du alle Werkzeuge an der Hand, um den wahren Energiegehalt deiner Akkus zu ermitteln. Die Investition in ein gutes Testgerät zahlt sich langfristig aus, da du dadurch die Lebensdauer deiner teuren Akkus optimieren und den richtigen Zeitpunkt für Neuanschaffungen bestimmen kannst.
Mache das Testen der Akkukapazität zu einem festen Bestandteil deiner Werkzeugpflege – deine Projekte und dein Budget werden es dir danken!
+ Wie kann ich die Akkukapazität meines Werkzeugakkus selbst testen?
Du hast mehrere Möglichkeiten, die Akkukapazität zu testen – von einfach bis professionell:
Einfache Methode: Führe einen praktischen Laufzeittest durch. Lade den Akku voll und zähle, wie viele Schrauben du mit deinem Akku-Bohrschrauber noch eindrehen kannst. Vergleiche dies mit einem neuen Akku.
Mittlere Methode: Nutze ein digitales Multimeter mit Kapazitätsmessfunktion, um Spannung und Leistung unter Last zu messen.
Professionelle Methode: Investiere in einen Akku-Analyzer oder Akkutester. Diese Geräte messen die exakte Kapazität in mAh, den Innenwiderstand und erstellen detaillierte Entladekurven. Für 18V Werkzeugakkus benötigst du eventuell spezielle Adapter.
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Die Investition in einen guten Kapazitätstester lohnt sich langfristig, da du damit alle deine Lithium-Ionen-Akkus regelmäßig überprüfen kannst.
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+ Welche Akkukapazität ist noch in Ordnung und wann sollte ich den Akku austauschen?
Die Interpretation der Testergebnisse ist entscheidend für die richtige Entscheidung:
- 90-100% der Nennkapazität: Dein Werkzeugakku ist in ausgezeichnetem Zustand
- 80-90%: Normale Alterung nach etwa 500 Ladezyklen – völlig in Ordnung
- 60-80%: Deutlich gealtert, aber für die meisten Arbeiten noch brauchbar
- Unter 60%: Austausch empfehlenswert, besonders bei professionellem Einsatz
- Unter 40%: Definitiv Zeit für einen neuen Ersatzakku
Bei einem 5,0 Ah Akku bedeutet 60%, dass nur noch 3,0 Ah verfügbar sind. Mit einem Akku-Analyzer kannst du diese Werte präzise messen und dokumentieren. Tipp: Kaufe rechtzeitig einen Wechselakku, damit du nicht mitten im Projekt ohne Reserven dastehst.
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+ Was kostet ein gutes Messgerät zum Testen der Akkukapazität?
Die Kosten variieren je nach Genauigkeit und Funktionsumfang erheblich:
Einstiegsklasse (15-40 Euro): Einfache digitale Multimeter mit Grundfunktionen zur Spannungsmessung. Gut für erste Einschätzungen, aber begrenzte Aussagekraft zur echten Kapazität.
Mittelklasse (40-100 Euro): Spezialisierte Akkutester und einfache Batterietester, die bereits den Innenwiderstand messen können. Ideal für Heimwerker mit mehreren Akkuwerkzeugen.
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Profibereich (100-300+ Euro): Hochwertige Akku-Analyzer mit automatisierten Lade-/Entladezyklen, Display für Entladekurven und präziser mAh-Messung. Perfekt für Profis und ambitionierte Heimwerker.
Meine Empfehlung: Für gelegentliche Tests reicht ein Kapazitätstester der Mittelklasse völlig aus. Die Investition amortisiert sich schnell, wenn du dadurch vermeidest, defekte Lithium-Ionen-Akkus zu früh oder zu spät zu ersetzen.
+ Wie oft sollte ich die Akkukapazität meiner Werkzeugakkus testen?
Die Testhäufigkeit hängt von deiner Nutzungsintensität ab:
Bei häufigem Gebrauch (täglich/wöchentlich): Teste deine Werkzeugakkus alle 3-6 Monate mit einem Akku-Analyzer. Bei professionellem Einsatz können nach 500 Ladezyklen bereits deutliche Kapazitätsverluste auftreten.
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Bei gelegentlichem Gebrauch (monatlich): Ein jährlicher Test reicht meist aus. Nutze dabei ein Akkutester, um den Gesundheitszustand zu dokumentieren.
Zusätzlich testen solltest du:
- Wenn du merklich kürzere Laufzeiten feststellst
- Nach längerer Lagerung (über 6 Monate)
- Vor wichtigen Projekten zur Sicherheit
- Nach extremen Temperaturbedingungen
Tipp: Führe ein einfaches Wartungsbuch für deine Akku-Bohrschrauber und andere Akkuwerkzeuge. Mit einem digitalen Multimeter kannst du auch zwischendurch schnelle Spannungschecks durchführen.
+ Welche Temperatur ist optimal beim Testen der Akkukapazität?
Die Umgebungstemperatur hat einen massiven Einfluss auf die Messergebnisse – deshalb sind standardisierte Bedingungen entscheidend:
Optimale Testtemperatur: 20-25°C
Bei Raumtemperatur liefern Lithium-Ionen-Akkus ihre beste Performance und dein Akku-Analyzer die genauesten Ergebnisse.
Vor dem Test beachten:
- Lass Werkzeugakkus aus kalter Umgebung erst akklimatisieren (1-2 Stunden)
- Nach intensiver Nutzung den Akku abkühlen lassen
- Teste nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder neben Heizungen
- Vermeide Tests bei unter 10°C oder über 30°C
Warum ist das wichtig? Bei Kälte zeigt selbst ein gesunder 18V Werkzeugakku deutlich reduzierte Kapazität, bei Hitze steigt der Innenwiderstand. Mit einem Infrarot-Thermometer kannst du die Akkutemperatur vor dem Test mit deinem Akkutester überprüfen.
+ Was bedeutet der Innenwiderstand bei der Akkumessung?
Der Innenwiderstand ist neben der Kapazität der wichtigste Gesundheitsindikator für Werkzeugakkus – und wird oft übersehen:
Was ist der Innenwiderstand?
Er beschreibt den elektrischen Widerstand innerhalb des Akkus. Ein niedriger Wert bedeutet, dass der Lithium-Ionen-Akku Energie effizient abgeben kann. Mit zunehmendem Alter steigt der Innenwiderstand.
Warum ist er wichtig?
- Hoher Innenwiderstand führt zu Spannungseinbrüchen unter Last
- Der Akku wird schneller warm
- Die nutzbare Leistung sinkt, auch wenn die Kapazität noch okay ist
- Dein Akku-Bohrschrauber verliert an Durchzugskraft
Messung: Professionelle Akku-Analyzer messen den Innenwiderstand automatisch. Bei 18V Akkus sollte er unter 100 Milliohm liegen. Ein Wert über 200 Milliohm deutet auf starke Alterung hin. Auch ein günstiges digitales Multimeter kann indirekt Hinweise liefern, indem du den Spannungsabfall unter Last misst.
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+ Kann ich mit einem normalen Multimeter die Akkukapazität genau messen?
Ein digitales Multimeter liefert dir wichtige Hinweise, aber keine exakte Kapazitätsmessung:
Was ein Multimeter kann:
- Leerlaufspannung messen (sollte nahe der Nennspannung sein)
- Spannung unter Last prüfen (gesunde Akkus verlieren max. 10-15%)
- Spannungsverhalten während der Entladung beobachten
- Defekte durch extreme Abweichungen erkennen
Was ein Multimeter nicht kann:
Die tatsächliche Kapazität in mAh präzise bestimmen. Dafür benötigst du einen spezialisierten Akkutester oder Akku-Analyzer, der kontrollierte Entladezyklen durchführt.
Meine Empfehlung: Nutze dein Multimeter für schnelle Vorab-Checks deiner Werkzeugakkus. Wenn du mehrere Akkuwerkzeuge besitzt, lohnt sich jedoch die Anschaffung eines echten Kapazitätstesters für aussagekräftige Messungen.
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+ Wie lagere ich Akkus richtig, um die Kapazität zu erhalten?
Die richtige Lagerung kann die Lebensdauer deiner Werkzeugakkus erheblich verlängern:
Optimaler Ladezustand: 40-60%
Lagere Lithium-Ionen-Akkus niemals vollgeladen oder komplett leer. Mit einem Akkutester oder digitalem Multimeter kannst du vor der Lagerung den Zustand überprüfen.
Ideale Lagertemperatur: 15-25°C
Vermeide Hitze und Kälte. Eine Aufbewahrungsbox in einem temperierten Raum ist ideal – nicht im Auto oder in der prallen Sonne!
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Weitere Tipps:
Regelmäßiges Testen mit einem Kapazitätstester zeigt dir, ob deine Lagerungsstrategie funktioniert.
+ Was ist der Unterschied zwischen mAh und Wh bei Akkus?
Beide Angaben beschreiben die Akkukapazität, aber auf unterschiedliche Weise – das ist besonders wichtig beim Vergleich von Werkzeugakkus:
mAh (Milliamperestunden):
Gibt an, wie viel Strom der Akku über eine bestimmte Zeit liefern kann. Ein 5000mAh Akku kann theoretisch eine Stunde lang 5000mA (5A) abgeben. Diese Angabe berücksichtigt aber nicht die Spannung!
Wh (Wattstunden):
Die tatsächliche Energiemenge, berechnet als Spannung × Kapazität. Ein 18V-Akku mit 5,0Ah hat 90Wh (18V × 5Ah). Dies ist der aussagekräftigere Wert zum Vergleich verschiedener Akkusysteme.
Beispiel:
Ein 18V 5Ah Akku (90Wh) hat mehr Energie als ein 12V 5Ah Akku (60Wh), obwohl beide 5Ah haben!
Beim Testen: Ein guter Akku-Analyzer zeigt dir beide Werte an. Die mAh-Angabe hilft beim Vergleich innerhalb eines Systems, die Wh-Angabe beim systemübergreifenden Vergleich deiner Akkuwerkzeuge.
+ Lohnt sich ein professioneller Akku-Analyzer für Heimwerker?
Die Antwort hängt von deiner Werkzeugausstattung und Nutzungsintensität ab – hier eine ehrliche Einschätzung:
Ein Akku-Analyzer lohnt sich, wenn du:
- Mehrere Akkuwerkzeuge eines Systems besitzt
- Professionell oder sehr häufig arbeitest
- Teure Markenakkus hast (z.B. Makita, Bosch Professional)
- Die Lebensdauer optimieren und Geld sparen willst
Alternativen für Gelegenheitsnutzer:
Ein digitales Multimeter (ab 20 Euro) oder einfacher Batterietester reichen für Basis-Checks meist aus.
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Rechenbeispiel:
Ein Kapazitätstester für 80 Euro zahlt sich aus, wenn du dadurch nur einen 18V Ersatzakku (60-120 Euro) länger nutzen kannst oder unnötige Neukäufe vermeidest.
Meine Empfehlung: Ab 3-4 Werkzeugakkus lohnt sich ein Akkutester der Mittelklasse definitiv.