So halten Akkus länger
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Akkus richtig lagern

Wer regelmäßig mit Akkugeräten arbeitet, kennt das Problem: Nach einer längeren Pause im Keller oder in der Garage springt das Gerät einfach nicht mehr an – oder der Akku hält plötzlich nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Zeit. In den meisten Fällen ist nicht das Gerät selbst defekt, sondern die Ursache liegt in einer falschen Lagerung. Akkus richtig lagern ist deshalb eine der wichtigsten Maßnahmen, um teure Ersatzbeschaffungen zu vermeiden und die Lebensdauer Ihrer Werkzeuge deutlich zu verlängern. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie darüber wissen müssen.

Warum die richtige Akku-Aufbewahrung so entscheidend ist

Moderne Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in nahezu allen aktuellen Akkugeräten von Bosch, Makita, DeWalt oder Milwaukee verbaut werden, sind empfindlicher als viele Heimwerker vermuten. Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und ein falscher Ladezustand beim Einlagern können dazu führen, dass die Zellen im Inneren dauerhaft geschädigt werden. Das zeigt sich dann in einem spürbar höheren Kapazitätsverlust – der Akku hält immer kürzer, bis er irgendwann gar keinen Saft mehr liefert.

Besonders häufig wird der Fehler gemacht, Akkus einfach im Gerät zu belassen und dieses dann unbenutzt in einer Ecke zu stellen. Das klingt praktisch, ist aber langfristig schädlich. Akkus sollten grundsätzlich getrennt vom Gerät aufbewahrt werden, um eine ungewollte Tiefentladung zu verhindern. Selbst im ausgeschalteten Zustand ziehen viele Geräte minimale Mengen an Strom, was bei längerer Lagerung zu einem vollständig entleerten Akku führen kann – und ein tiefentladener Lithium-Ionen-Akku ist häufig nicht mehr zu retten.

Der ideale Ladezustand beim Akkus lagern

Eine der meistgestellten Fragen lautet: Soll ich den Akku voll oder leer einlagern? Die Antwort ist eindeutig: Der optimale Ladezustand für die Langzeitlagerung liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Bei diesem mittleren Ladezustand sind die chemischen Prozesse im Inneren der Zellen am stabilsten. Ein vollständig geladener Akku, der monatelang unbenutzt liegt, altert deutlich schneller. Ein leerer Akku hingegen riskiert, in die bereits erwähnte gefährliche Tiefentladung zu geraten.

Viele Hersteller empfehlen daher, Akkus vor einer längeren Pause gezielt auf diesen mittleren Bereich zu bringen – also nach der letzten Nutzung kurz weiterarbeiten, bis das Ladezustandsanzeige etwa die Hälfte zeigt, oder aber einen vollen Akku noch einmal kurz zu entladen. Wer ein Akku-Ladegerät mit Ladezustandsanzeige besitzt, hat hier einen großen Vorteil, da sich der genaue Wert bequem ablesen lässt.

Temperatur und Feuchtigkeit: Die größten Feinde beim Akkus lagern

Neben dem Ladezustand spielt die Umgebungstemperatur die entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Akkus richtig zu lagern. Die ideale Lagertemperatur für Lithium-Ionen-Akkus liegt zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Extreme Kälte – wie sie in unbeheizten Garagen oder Kellern im Winter herrscht – verlangsamt die elektrochemischen Reaktionen und kann die Kapazität dauerhaft reduzieren. Extreme Hitze, etwa durch direkte Sonneneinstrahlung oder die Nähe zu Heizkörpern, beschleunigt den Alterungsprozess der Zellen erheblich.

Feuchtigkeit ist ein weiteres Problem, das oft unterschätzt wird. Kondensationsfeuchtigkeit, die sich bei Temperaturschwankungen bildet, kann in die Kontakte eindringen und zu Korrosion führen. Deshalb empfiehlt es sich, Akkus in einer Akku-Lagerbox aufzubewahren, die gegen Feuchtigkeit und Staub schützt. Spezielle Akku-Schutzboxen sind mittlerweile für nahezu alle gängigen Akkugrößen und Marken erhältlich und bieten eine einfache sowie platzsparende Möglichkeit zur sicheren Aufbewahrung.

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Sicherheit beim Lagern: Brandschutz nicht vergessen

Lithium-Ionen-Akkus haben trotz ihrer Leistungsfähigkeit eine bekannte Schwäche: Im beschädigten Zustand können sie sich entzünden oder im schlimmsten Fall sogar in Brand geraten. Dieses Risiko ist bei korrekter Handhabung sehr gering, sollte aber bei der Wahl des Lagerortes berücksichtigt werden. Akkus niemals in der Nähe von brennbaren Materialien lagern und beschädigte Akkus – erkennbar an Verformungen, Verfärbungen oder einem unangenehmen Geruch – sofort aussortieren und fachgerecht entsorgen.

Für Heimwerker mit einer größeren Sammlung an Akkugeräten lohnt sich die Investition in eine Feuerschutztasche für Akkus. Diese speziellen Taschen sind aus schwer entflammbarem Material gefertigt und können im Brandfall die Ausbreitung von Flammen und Hitze erheblich verlangsamen – ein wertvoller Schutz für Werkstatt und Zuhause.

Praktische Tipps für die Akku-Aufbewahrung im Alltag

Im Alltag lässt sich die richtige Lagerung mit wenigen einfachen Gewohnheiten umsetzen. Wer seine Werkzeuge ohnehin bereits systematisch organisiert, hat hier einen klaren Vorteil. Falls Sie noch auf der Suche nach einem guten Gesamtsystem für Ihre Werkstatt sind, empfiehlt sich ein Blick in unseren Artikel zur effizienten Werkstattorganisation mit System, der viele nützliche Ideen für eine strukturierte Aufbewahrung bietet.

Wichtig ist zunächst, alle Akkus regelmäßig zu kontrollieren – auch wenn die Geräte längere Zeit nicht genutzt wurden. Alle drei Monate sollten eingelagerte Akkus kurz überprüft und bei Bedarf leicht nachgeladen werden, um sicherzustellen, dass der Ladezustand nicht unter die kritische Marke gefallen ist. Ein einfacher Akku-Tester kann dabei helfen, den Zustand der Zellen schnell einzuschätzen.

Zudem sollten die Kontakte der Akkus sauber und trocken gehalten werden. Etwas Kontaktspray auf einem Tuch kann helfen, oxidierte Kontaktflächen schonend zu reinigen und so einen guten Stromfluss beim nächsten Einsatz sicherzustellen. Wer mehrere Akkus verschiedener Marken besitzt, sollte diese beschriften oder mit wasserfesten Etiketten versehen, um den Überblick zu behalten.

Akkus lagern im Winter: Besondere Vorsicht bei Kälte

Gerade in der kalten Jahreszeit stehen viele Akkugeräte wochenlang ungenutzt in der Garage. Vor dem Einlagern für den Winter sollte jeder Akku auf den empfohlenen mittleren Ladezustand gebracht und anschließend in einem frostfreien, trockenen Raum aufbewahrt werden. Eine einfache Schuhschachtel mit etwas Schaumstoffpolsterung oder ein speziell dafür vorgesehenes Akku-Aufbewahrungsbox-Set im Hauswirtschaftsraum oder im temperierten Keller ist die beste Lösung. Ähnliches gilt übrigens auch für Gartenwerkzeuge, die im Winter eingemottet werden – wer dazu mehr erfahren möchte, findet in unserem Artikel zum wetterfesten Schutz für Gartenwerkzeug wertvolle Ergänzungsinformationen.

Fazit: Akkus richtig lagern zahlt sich aus

Akkus richtig zu lagern ist kein großer Aufwand – aber er macht einen enormen Unterschied. Wer auf den richtigen Ladezustand achtet, die Temperatur im Blick behält, für Trockenheit sorgt und seine Akkus regelmäßig kontrolliert, kann die Lebensdauer seiner Akkus deutlich verlängern und spart so auf lange Sicht bares Geld. Gute Akku-Lagerungslösungen sind günstig erhältlich und rechnen sich schon nach dem ersten eingesparten Ersatzakku. Investieren Sie ein wenig Zeit in die richtige Aufbewahrung – Ihre Werkzeuge werden es Ihnen danken.

+ Wie voll sollte ich meinen Akku lagern wenn ich ihn länger nicht brauche?
+ Kann ich Akkus im Winter in der Garage lagern?
+ Sollte ich den Akku im Gerät lassen wenn ich es nicht benutze?
+ Wie oft sollte ich eingelagerte Akkus kontrollieren?
+ Was ist die beste Temperatur zum Lagern von Akkus?
+ Wie schütze ich meine Akkus vor Feuchtigkeit beim Lagern?
+ Welche Sicherheitsvorkehrungen sollte ich beim Lagern von Akkus beachten?
+ Wie kann ich mehrere Akkus verschiedener Marken übersichtlich lagern?
+ Was kann ich tun wenn mein Akku nach der Lagerung nicht mehr funktioniert?
+ Brauche ich spezielle Boxen zum Lagern von Akkus oder reicht eine normale Kiste?

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